Flamingos dieses Jahr auch im Norden von Korfu

Bildergebnis für Kerkyra Φλαμινκο

Flamingos im Süden von Korfu

Seit einigen Tagen sind wieder große Flamingo-Kolonien auf Korfu zu beobachten. Der größte Teil der Gruppe hat sich -wie immer- im Süden von Korfu niedergelassen. Hier trennt eine außergewöhnliche Dünenlandschaft mit einem für Korfu einzigartigen Zedernwald auf einer Nehrung den Korission-Binnensee vom offenem Meer. Das Gebiet ist Bestandteil des Europäischen Naturschutzprojekts Natura 2000 und ein Magnet für Naturliebhaber und besonders für Vogelkundler. Denn aufgrund seiner relativen Nähe zum Festland ist die Lagune eine beliebte Station für Zugvögel. Viele überfliegen die Insel nur, doch einige bleiben auch für eine begrenzte Zeit, um zu brüten. 123 verschieden Vögel wurden im Bereich der Lagune bereits gezählt, unter anderem Pfeifenten, Möwen, Kormorane, Silberreiher und Eisvögel. Zahlreiche Zugvögel nutzen das Gebiet als Ruheplatz. Regelmäßig kommen auch große Gruppen Flamingos in die Lagune. 

Flamingos im Straßenbiotop in der Nähe von Sidari

Dieses Jahr finden die rosafarbenen Vögel jedoch auch im Norden der Insel große Feuchtbiotope vor: Durch die starken Regenfälle in den letzten Wochen und die gigantische Ausdehnung der Straßenlöcher (Lakuves) auf der Straße zwischen Kavvadades und Sidari hat sich eine kleinere Kolonie auch dort angesiedelt.

Junge Flamingos haben übrigens einen grauen Flaum. Erst im reiferen Alter werden sie rosa oder auch pink. Auf dem Speiseplan wild lebender Flamingos stehen nämlich bestimmte Algen, die Farbpigmente enthalten, welche für die Färbung ihres Gefieders verantwortlich sind. Der Grund, warum die großen Vögel im Wasser oft nur auf einem Bein stehen, war lange ein Rätsel. Forscher vertreten die Theorie, dass dies mit ihrem Wärmehaushalt zu tun hat: Sie ziehen also jeweils ein Bein an den Körper damit  ihnen nicht so kalt wird. Denn über zwei im Feuchten stakende Beine wird mehr Wärme vom Körper abgeleitet, als nur von einem.

Eine bessere Wärmeregulation haben Wassertiere mit kürzeren Beinen, wie zum Beispiel gelbe Mini-Enten, die auch vermehrt in den korfiotischen Straßenloch-Biotopen zu finden sind. Die Wissenschaftler rätseln noch über die Gründe der Gelbfärbung ihres glitschigen Gefieders.

Enten

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Maria ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mittlerweile lebt sie seit über 13 Jahren in Griechenland, spricht beide Sprachen und fühlt sich in beiden Kulturen zu Hause. Hauptberuflich betreibt sie die Personaldienstleistungsagentur Gefyra für griechische Ingenieure. Besonders am Herzen liegt ihr der Austausch, das Verständnis und die Vermittlung zwischen Griechen und Deutschen.

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