Heute in Kassiopi: Jahrestag eines Wunders

Bildergebnis für Panagia KassopitraHeute wird in Kassiopi gefeiert! Der Grund dafür ist der Jahrestag eines Wunders, welches hier einst in der Kirche der Panagia Kassopitra geschehen sein soll:

Wenige Tage vor dem 8. Mai 1530 stand  in Korfu ein junger Mann namens Stefanos zu Unrecht vor Gericht. Ihm wurde Getreidediebstahl vorgeworfen, ein Vergehen, das vom strengen venezianischen Justizsystem grausam bestraft wurde: Stefanos durfte sich aussuchen, ob ihm die Hände oder die Augen entfernt werden sollten. Er entschied sich für die Blindheit, denn der ohnehin vaterlose Junge brauchte seine Hände zum Arbeiten.

Seine Mutter brachte ihn in die  Kirche der Panagia Kassopitra, und bat um Hilfe und Schutz, die ihnen der Mönch gewährte. In der gleichen Nacht fühlte Stefanos, der vor Schmerz und Pain nicht schlafen konnte,  eine Hand auf seinen Augenhöhlen – er öffnete die Lider und sah das Licht der Öllampe sowie eine Frauengestalt neben der Ikone der Heiligen Jungfrau. Sofort weckte er seine Mutter, doch diese hielt Stefanos Rufe für einen Albtraum. Erst am Morgen wurde sie des Wunders gewahr: Dort wo einst Stefanos dunkelbraune Augen waren, blickten sie nun zwei leuchtend-grüne Augen an. Der Geistliche bestätigte das Wunder der Heiligen Jungfrau und informierte umgehend die  venezianischen Behörden. Stefanos erhielt eine Entschuldigung sowie eine großzügige Abfindung. Die Kirche der Panagia Kassopitra wurde überregional bekannt und ihr zu Ehren wurden an verschiedenen Stellen auf der Insel gleichnamige Kirchen errichtet.

Die Kirche Panagia Kassopitra in Kassiopi wurde bereits zur Zeit der römischen Besatzung auf den Fundamenten eines antiken Zeus-Tempels errichtet. Nach ihrer Zerstörung durch türkische Angreifer wurde sie dann von den Veneziern wieder aufgebaut. Das Haus im Dachgeschoss der Kirche war zu dieser Zeit die Wohnung des Priesters und nur durch eine Zugbrücke zu erreichen.

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Maria ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mittlerweile lebt sie seit über 13 Jahren in Griechenland, spricht beide Sprachen und fühlt sich in beiden Kulturen zu Hause. Hauptberuflich betreibt sie die Personaldienstleistungsagentur Gefyra für griechische Ingenieure. Besonders am Herzen liegt ihr der Austausch, das Verständnis und die Vermittlung zwischen Griechen und Deutschen.

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