Letzte Chance für den Erimitis

Der Erimitis: Ganz im Nordosten von Korfu, direkt an der Meerenge zwischen der korfiotischen und albanischen Küste, jungfräulich, vom Tourismus bisher noch komplett verschont und ausschließlich zu Fuß erreichbar.  Dichte Vegetation, Nistplätze für unzählige Vögel, Rückzugsort für seltene Tierarten, wie den unter Artenschutz stehenden Fischotter. Insgesamt sechs kleine Kieselbuchten und drei kleine Seen, entlang derer ein Wanderweg führt, der zu den schönsten in Griechenland zählt. Der Erimitis ist einer der ökologisch  bedeutensten Regionen Korfus.

Doch die griechische Treuhand hat bereits im Jahr 2012 dieses Kleinod auf 99 Jahre an einen amerikanischen Investor verpachtet, der hier ein Großprojekt im Wert von 200 Mio Euro plant. Anwohner, Naturschützer und vorausschauende Politiker wehren sich gegen die Bebauung des Erimitis. Mittlerweile hat sich eine Gruppe unter dem Namen „Save Erimitis“ zusammengefunden, der auch finanzkräftige Ausländer mit Sitz und Einfluss auf Korfu angehören. Radio-Korfu berichtete.

Unterdessen drängt die im vergangenen Jahr neu gewählte Regierung und insbesondere der Entwicklungsminister auf eine schnelle Umsetzung der Pläne. Der Bürgermeister von Nordkorfu nimmt öffentlich keine Stellung, macht aber hinter verschlossenen Türen Versprechungen gegenüber dem Investor. Es sieht schlecht aus für den Erimitis!

Die „Save Erimitis“ Gruppe wird am Dienstag, den 28.01.2020 im Foyer des „Nomarchiou“ gegenüber dem Theater eine Pressekonferenz geben, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Die Konferenz beginnt um 12.00 Uhr, es wird gebeten, etwas früher zu erscheinen.

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Maria

Maria ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mittlerweile lebt sie seit über 18 Jahren in Griechenland, spricht beide Sprachen und fühlt sich in beiden Kulturen zu Hause. Hauptberuflich betreibt sie die Hochzeits- und Eventagentur HESTIA. Besonders am Herzen liegt ihr der Austausch, das Verständnis und die Vermittlung zwischen Griechen und Deutschen.

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