Müllberge wachsen wieder

«Βουνά» τα σκουπίδια στην ΚέρκυραMittlerweile ist es nicht mehr zu übersehen und auch nicht mehr zu “überriechen”: Der Müll wird auf Korfu mal wieder nicht mehr abgefahren. Grund dafür ist dieses Mal nicht die Bestzung der dringend sanierungsbedürftigen Deponie in Teploni sondern ein Streik der Angestellten der kommunalen Stadtreinigung, der seit Montag andauert.

Der Hintergrund: Wie in allen touristischen Regionen werden auch auf Korfu für die Dauer der Saison zusätzliche Arbeitskräfte von der Verwaltung eingestellt. Hauptsächlich handelt es sich um Müllwagenfahrer und Müllmänner, die Jahr für Jahr zeitlich befristete Verträge, in der Regel für 8 Monate, erhalten.  In den vergangenen Jahren erfolgte die Erneuerung dieser Zeitverträge automatisch ohne vorhergehendes Ausschreibungsverfahren.

Dies hat der griechische Rechnungshof nun als verfassungswidrig eingestuft und fordert nicht nur die sofortige Entlassung der betroffenen Mitarbeiter sondern auch Rückerstattung bereits ausgezahlter Gehälter! Auf Korfu sind mehr als 120 Personen von dieser Regelung betroffen, griechenlandweit sind es 6100.

Die Lösung: Die Regierung hat bereits angekündigt , dass die betroffenen Mitarbeiter in Zukunft dauerhaft von den Kommunen übernommen werden sollen, auch wenn die Einstellung neuen Personals im öffentlichen Dienst laut Übereinkunft mit den Geldgebern nach einer 4:1 Regelung erfolgen soll (Auf vier Entlassungen folgt eine Einstellung).

Bis der Rat für Personalauswahl des Öffentlichen Dienstes (ASEP) die Einstellungen endgültig vorgenommen haben wird, werden jedoch noch mehrere Monate ins Land ziehen, in denen eine kurzfristige Lösung gefunden werden muss.

Positiv fällt jedoch die Einstellung der Streikenden auf, den Müll von besonders sensiblen Bereichen (Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten, Wochenmarkt, etc.) weiterhin abzufahren.

 

 

 

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Maria ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mittlerweile lebt sie seit über 13 Jahren in Griechenland, spricht beide Sprachen und fühlt sich in beiden Kulturen zu Hause. Hauptberuflich betreibt sie die Personaldienstleistungsagentur Gefyra für griechische Ingenieure. Besonders am Herzen liegt ihr der Austausch, das Verständnis und die Vermittlung zwischen Griechen und Deutschen.

6 responses to “Müllberge wachsen wieder”

  1. daniel

    der fotografierte müll hier steht aber nicht auf korfu sondern auf zakynthos.

  2. Peer Bon

    Frage ; wir wollen diese JAhr zum ersten Mal in Griechenland, auf Korfu , Urlaub machen. Liegen wir dann zwischen Müllbergen ? Kann man durch Korfu Stadt spazieren, ohne sich zwischen stinkenden Müllhalden zu verlaufen , oder wäre es sinnvoll das Urlaubsziel zu ändern !?

  3. Peer Bon

    Frage : wir wollen diese Jahr zum ersten Mal in Griechenland, auf Korfu , Urlaub machen. Liegen wir dann zwischen Müllbergen ? Kann man durch Korfu Stadt spazieren, ohne sich zwischen stinkenden Müllhalden zu verlaufen , oder wäre es sinnvoll das Urlaubsziel zu ändern !?

  4. Helga

    Die Müllberge sind leider unausweichlich

  5. Helga

    Die Müllberge sind weg inzwischen.

  6. Bärbel Behrendt

    Wir waren vom 2.6. bis 23.6. auf Korfu und waren wirklich schockiert über die ersten Eindrücke auf der Fahrt mit unserem Mietwagen vom Flughafen nach Paleokastritsa. Überfüllte Container sieht man immer wieder in ganz GR, aber regelrechte Müllberge, der Inhalt der Beutel teilweise weit verstreut war, das hatten wir noch nie gesehen. Während unseres 3 wöchigen Aufenhaltes waren wir mehrfach in Korfu Stadt. In Nähe der Neuen Festung wurde die übelste Ecke beseitigt, alles andere blieb. In Paleokastritsa verschwand der Müllberg an der Auffahrt zu unserer Unterkunft aber ebenso die Container. Auch in anderen Regionen fanden wir die gleiche Situation vor, in manchen Dörfern wurde der Müll nur besser versteckt, d.h. weg von der Haupt- in eine Nebenstraße verbracht. Kaum zu verstehen waren in der letzten Woche leere Container mit daneben liegenden Bergen von Müllsäcken.
    Hoffentlich bekommen die Korfioten dieses Problem in den Griff. Ich stelle es mir schlimm vor als Einheimischer damit leben zu müssen und obwohl es für mich eine der schönsten Inseln von GR ist werde ich erst einmal nicht mehr dort meinen Urlaub verbringen.

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