Abschlussbericht der Uni Dresden: Korfus Olivenbäume gehören zu den Ältesten der Welt

Olivenbaum

Dies gilt zumindest für die untersuchten Bäume des Dorfes Strongili, von denen die Wissenschaftler der forstwissenschaftlichen Fakultät der Universität Dresden im August Proben entnahmen. (Radio Korfu berichtete) Diese sind laut der abschließenden Studie zwischen 735 und 1.120 Jahre alt. Gepflanzt und kultiviert seit dem frühen Mittelalter, noch vor der venezianischen Herrschaft der Insel.

Das Alter der drei Bäume wurde auf Basis der Methode „Dendrochronologie“ ermittelt. Dazu wurden neben den 3 alten auch 8 junge Olivenbäume mehrfach in 1,30 m Stammhöhe angebohrt. Die daraus entnommenen Bohrkerne wurden anschließend für die Zählung der Jahresringe aufbereitet.

Eine exakte Datierung des Alters von Olivenbäumen auf wissenschaftlicher Basis ist schwierig, da eindeutige Jahrringgrenzen zum Teil nicht auszumachen sind. Daneben weisen die Bäume sogenannte „falsche Jahresringe“ auf, die z.B. durch kurze Trockenperioden, gefolgt von einer milden, niederschlagsreichen Witterungsperiode während eines Jahres entstanden sind. Schließlich sind auch die meisten alten Olivenbäume im Inneren hohl – Folge der sogenannten Kernfäule – und somit fehlen ganze Jahrringsequenzen. Trotzdem konnte auf Korfu mit Hilfe von Regressionsmodellen auf der Basis von Jahrring- und Umfangmessungen eine wissenschaftlich basierte Altersabschätzung vorgenommen werden.

Die beeindruckenden Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie unterstreichen die historische und kulturelle Bedeutung der Ur-Olivenbäume Korfus. Darüber hinaus belegt die vorliegende Untersuchung das wissenschaftliche Potential dieser Altbäume.

Der letzte Satz des 10seitigen Aufsatzes der Dresdner Forscher ist zudem eine dringende Empfehlung an die Verwaltung: Es sollte unbedingt eine Ausweisung als Naturdenkmal durch die örtlichen Behörden erfolgen.

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Maria ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mittlerweile lebt sie seit über 13 Jahren in Griechenland, spricht beide Sprachen und fühlt sich in beiden Kulturen zu Hause. Hauptberuflich betreibt sie die Personaldienstleistungsagentur Gefyra für griechische Ingenieure. Besonders am Herzen liegt ihr der Austausch, das Verständnis und die Vermittlung zwischen Griechen und Deutschen.

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