Heute tritt der neue Bürgermeister seine Amtszeit an

Nikolouzos1

Heute beginnt die Amtszeit des im Mai gewählten neuen Bürgermeisters von Korfu, Kostas Nikolouzos.
Wer ist das neue Oberhaupt der Stadt? Was sind seine Ziele?

Geboren wurde Kostas Nikolouzos 1954 in Velonades. Bereits mit 20 Jahren war er Mitglied und Führungskraft der linksgerichteten Bewegung KKE von der er sich 1991 abspaltete. Von 1982 bis 1990 und von 1998 bis 2002 war er Mitglied des Stadtrats sowie des Verwaltungsrats der Wasserwerke von Korfu, außerdem Vorsitzender des Stadttheaters von Korfu (1998 – 2002). Er gehört zu den Gründungsmitgliedern der links-ökologischen Koalition SYN und ist Koordinator des Bezirksparteiausschusses der SYRIZA Korfus.
Kostas Nikolouzos ist pensionierter Bankangestellter.
Für Aufsehen und Diskussionen sorgte er Anfang August bei seiner Vereidigung, bei der er es ablehnte den Schwur auf die Bibel zu leisten.

Die neue Verwaltung kündigte letzte Woche bereits einschneidende Veränderungen in der Organisation der Gemeindeverwaltung an. So soll der Großbezirk Korfu in drei oder vier übersichtlichere Unterbezirke aufgeteilt werden um mehr Bürgernähe zu gewährleisten.
Vordergründig seien ebenfalls die verwaltungstechnischen Probleme der Wasserwerke sowie der Müllabfuhr anzugehen. Auch in dem bedauernswerten Zustand vieler öffentlicher Plätze sieht die neue Verwaltung Handlungsbedarf.

Radio Korfu wünscht Herrn Nikolouzos und seinen Mitarbeitern jedenfalls einen guten Start und eine erfolgreiche Amtszeit!

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Maria ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mittlerweile lebt sie seit über 13 Jahren in Griechenland, spricht beide Sprachen und fühlt sich in beiden Kulturen zu Hause. Hauptberuflich betreibt sie die Personaldienstleistungsagentur Gefyra für griechische Ingenieure. Besonders am Herzen liegt ihr der Austausch, das Verständnis und die Vermittlung zwischen Griechen und Deutschen.

3 responses to “Heute tritt der neue Bürgermeister seine Amtszeit an”

  1. daniel utinger

    ich wünsche herrn nikoloutzos viel glück, durchhaltestärke, distanz zu vettern(wirtschaft) und dass er seine ziele nach amtsbeginn nicht auf griechische weise in die schubladen versorgt. grade im abfallwesen liegt ja alles im argen. auch der öffentliche raum ist oft total vernachlässigt. denke an die radfahrspuren welche, erstens ohne realitätsnähe gebaut wurden, dann nicht geschützt und auch nicht unterhalten, dann nur schon das ersetzen von glühbirnen an den ampeln, scheint eine unzumutbare arbeit zu sein u.s.w. u.s.w.
    για στα χερια του…

  2. ute dippel

    wir waren im mai 2016 auf korfu. ich glaube ich habe noch nie in meinem leben so viel müll auf einem haufen gesehen…. kaputte, verlassene autos einfach irgendwo abgestellt für die ewigkeit…. strände von müll überseht…. dabei könnte diese insel ein kleines paradies sein. schade…..so ein schöner fleck erde so vernachlässigt. schätze mal dass der grossteil der urlauber nur einmal nach korfu fliegt und dann nie wieder….

  3. Uschi Niemann

    Liebe Ute, Korfu hat in der Tat ein großes Müllproblem, welches natürlich einen sehr schlechten Eindruck bei den Touristen hinterlässt. Leider werden den Besuchern der Insel auch nicht die Hintergründe erklärt: Der Inselmüll wird seit vielen Jahren auf eine zentrale Müllkippe gebracht und dort verbrannt. Die Folgen für Grundwasser, Natur und Bewohner sind dramatisch! Die Bewohner in und um Temploni weisen eine erhöhte Krebserkrankungsrate auf.
    Die Müllkippe wurde schon oft von Aktivisten besetzt, allerdings ohne langfristigen Erfolg. Auch die Wahlversprechen des 2014 neu gewählten Bürgermeisters von Kerkyra sind im Sande verlaufen. Nun besetzen die Bewohner von Temploni die Einfahrt zur Deponie und sie haben Recht damit. Leider ist es wohl auch so, dass außerhalb der Touristensaison nicht ausreichend auf diesen Missstand aufmerksam gemacht werden kann. Leider hat aber auch das nun offensichtlich keinen Erfolg… Der Bürgermeister zieht es vor in diesen Tagen nach Deutschland zu fliegen und dort über die Privatisierung des hiesigen Flughafens zu sprechen. Eine gute Gelegenheit, ihm in seiner Abwesenheit den ganzen Müll vor seine Villa zu sttellen…!

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