
Wer das letzte unberührte Gebiet Korfus mit seinem einzigartigen Erdbeerbaumwald, den kleinen einsamen Badebuchten und dern drei Süßwasserseen noch einmal besuchen möchte, sollte sich beeilen. Denn das Kleinod ist in Gefahr. Seit einigen Tagen sieht und hört man schweres Gerät auf der Halbinsel, das die bislang unberührte Naturlandschaft respektlos zerstört.
Doch wie es scheint, ist ein Besuch des Wanderwegs, der zu den schönsten in ganz Griechenland gehört, nicht mehr erwünscht. Am Montag wurde eine britischstämmige Anwohnerin von der Polizei festgenommen, nachdem sie -wie jeden Tag- mit ihrem Hund auf dem öffentlichen Weg spazieren ging. Die Engländerin hatte ihre Eindrücke von der Umweltzerstörung fotografisch festgehalten und war daraufhin von dem Bauunternehmer wegen „Behinderung der Arbeit“ und „Betreten fremden Eigentums“ angezeigt worden. Mittlerweile wurde die Frau wieder frei gelassen.
Zahlreiche Bürger Korfus machen sich bei diesem schönen Wetter auf den Weg zum Erimitis. Und die meisten von ihnen sind von dem Anblick geschockt, der sich ihnen dort bietet. Umweltschützer bringen ihre Empörung mit Plakaten zum Ausdruck.
