Korfu und das neue „Umwelt“gesetz

Während sich ganz Griechenland im Lockdown befand und alle Aufmerksamkeit auf die Eindämmung des neuen Virus gerichtet war, hat das griechische Parlament im Eilverfahren ein neues Umweltgesetz auf den Weg gebracht. Die stark umstrittene Gesetzesnovelle soll nach Aussage des Umweltministeriums dazu dienen „Bürokratie abzubauen“ und Grundlagen für Investitionen im Bereich alternativer Energieen zu schaffen. Es ermöglicht aber unter anderem auch die Förderung von Erdöl und Erdgas aus den unterirdischen Feldern im Ionischen Meer und das Bebauen von geschützen Regionen.  Anläßlich des internationalen Tags der Umwelt am Freitag den 05. Juni rufen die verschiedenen Umweltvereine und -träger auf Korfu zu Aktionen auf.

Öffentlicher Aufruf

Die Natur und Landschaft auf Korfu ist von hoher Bedeutung für die Lebensqualität und das natürliche und kulturelle Erbe der Einwohner Korfus. Über Jahrzehnte hinweg wurden ihre Belange ignoriert und bedroht. Aus diesem Grund haben Mitglieder verschiedener Umweltverbände eine Diskussion zu relevanten Themen eröffnet.

Allgemeine Annahmen:

  • Die Umwelt stellt eines der wichtigsten Allgemeingüter und –ressourcen dar, die für die kommenden Generationen erhalten und geschützt werden muss.
  • Die außergewöhnliche Schönheit und Biodiversität der korfiotischen Landschaft bereichert nicht nur Korfu selbst sondern fördert auch einen qualitativ hochwertigen Tourismus, den die Insel dringend braucht.
  • Die wirtschaftliche Entwicklung darf nicht zum Selbstzweck werden sondern muss mit der Erhaltung des Umweltkapitals harmonisieren und die Bedürfnisse der Ortschaften berücksichtigen.

Anlass für Diskussion bietet die Verabschiedung der Umeltgesetzesnovelle aus folgenden Gründen:

  • Es werden irreversible Schädigungen des Natur in Kauf genommen, um „Investitionen“ zu fördern. Die Pläne zur Zerstörung des Erimitis (Zerstörung der Wanderwege, Entziehung von Zuständigkeiten im Gemeinrat) werden erleichtert, ebenso die Veräußerung von Land im Bereich Issos/Korrision (zur Ermöglichung von Bauaktivitäten und Planung von Bohrinseln) sowie allgemein die Umwandlung von Wald, Küsten und Strände der Insel in Bauland.
  • Die Abfallwirtschaft erhält einen neuen undurchsichtigen Status (Verschiebung der Zuständigkeit von kommunaler Ebene auf die Präfektur und Gründung einer Gesellschaft)
  • Das Mitspracherecht der Ortsverbände im Hinblick auf schützenswerte Gebiete wird noch weiter reduziert
  • Die Novelle läuft der nationalen und europäischen Umweltgesetzgebung und allen damit verbundenen Vereinbarungen zuwider.
  • Zusätzlich wird von der Präfektur der für Umweltfragen zuständige Direktor entmündigt, der sich in der Vergangenheit erfolgreich gegen Investitionen auf Kosten der Umwelt gewehrt hatte 

Aus diesen Gründen werden Bürger und Vereine zu gemeinsamen Aktionen aufgerufen mit den Zielen:

  • Eine Diskussionsrunde zu bilden und Inhalte zum Schutz der korfiotischen Natur vor Eingriffen zu verbreiten.
  • Gemeinschaftliche Aktionen zu planen und mit Verbänden in Griechenland zusammenzuarbeiten um das Gesetz zu kippen.

Der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur ist im Hinblick auf unsere Kinder und unsere Landschaft im Interesse eines jeden Bürgers!

Für nähere Informationen : perivallon.syntonismos@gmail.com

Während sich ganz Griechenland im Lockdown befand und alle Aufmerksamkeit auf die Eindämmung des neuen Virus gerichtet war, hat das griechische Parlament im Eilverfahren ein neues Umweltgesetz auf den Weg gebracht. Die stark umstrittene Gesetzesnovelle soll nach Aussage des Umweltministeriums dazu dienen „Bürokratie abzubauen“ und Grundlagen für Investitionen im Bereich alternativer Energieen zu schaffen. Es ermöglicht aber unter anderem auch die Förderung von Erdöl und Erdgas aus den unterirdischen Feldern im Ionischen Meer und das Bebauen von geschützen Regionen.  Anläßlich des internationalen Tags der Umwelt am Freitag den 05. Juni rufen die verschiedenen Umweltvereine und -träger auf Korfu zu Aktionen auf.

Öffentlicher Aufruf

Die Natur und Landschaft auf Korfu ist von hoher Bedeutung für die Lebensqualität und das natürliche und kulturelle Erbe der Einwohner Korfus. Über Jahrzehnte hinweg wurden ihre Belange ignoriert und bedroht. Aus diesem Grund haben Mitglieder verschiedener Umweltverbände eine Diskussion zu relevanten Themen eröffnet.

Allgemeine Annahmen:

  • Die Umwelt stellt eines der wichtigsten Allgemeingüter und –ressourcen dar, die für die kommenden Generationen erhalten und geschützt werden muss.
  • Die außergewöhnliche Schönheit und Biodiversität der korfiotischen Landschaft bereichert nicht nur Korfu selbst sondern fördert auch einen qualitativ hochwertigen Tourismus, den die Insel dringend braucht.
  • Die wirtschaftliche Entwicklung darf nicht zum Selbstzweck werden sondern muss mit der Erhaltung des Umweltkapitals harmonisieren und die Bedürfnisse der Ortschaften berücksichtigen.

Anlass für Diskussion bietet die Verabschiedung der Umeltgesetzesnovelle aus folgenden Gründen:

  • Es werden irreversible Schädigungen des Natur in Kauf genommen, um „Investitionen“ zu fördern. Die Pläne zur Zerstörung des Erimitis (Zerstörung der Wanderwege, Entziehung von Zuständigkeiten im Gemeinderat) werden erleichtert, ebenso die Veräußerung von Land im Bereich Issos/Korrision (zur Ermöglichung von Bauaktivitäten und Planung von Bohrinseln) sowie allgemein die Umwandlung von Wald, Küsten und Strände der Insel in Bauland.
  • Die Abfallwirtschaft erhält einen neuen undurchsichtigen Status (Verschiebung der Zuständigkeit von kommunaler Ebene auf die Präfektur und Gründung einer Gesellschaft)
  • Das Mitspracherecht der Ortsverbände im Hinblick auf schützenswerte Gebiete wird noch weiter reduziert
  • Die Novelle läuft der nationalen und europäischen Umweltgesetzgebung und allen damit verbundenen Vereinbarungen zuwider.
  • Zusätzlich wird von der Präfektur der für Umweltfragen zuständige Direktor entmündigt, der sich in der Vergangenheit erfolgreich gegen Investitionen auf Kosten der Umwelt gewehrt hatte 

Aus diesen Gründen werden Bürger und Vereine zu gemeinsamen Aktionen aufgerufen mit den Zielen:

  • Eine Diskussionsrunde zu bilden und Inhalte zum Schutz der korfiotischen Natur vor Eingriffen zu verbreiten.
  • Gemeinschaftliche Aktionen zu planen und mit Verbänden in Griechenland zusammenzuarbeiten um das Gesetz zu kippen.

Der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur ist im Hinblick auf unsere Kinder und unsere Landschaft im Interesse eines jeden Bürgers!

Für nähere Informationen : perivallon.syntonismos@gmail.com

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Maria

Maria ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mittlerweile lebt sie seit über 18 Jahren in Griechenland, spricht beide Sprachen und fühlt sich in beiden Kulturen zu Hause. Hauptberuflich betreibt sie die Hochzeits- und Eventagentur HESTIA. Besonders am Herzen liegt ihr der Austausch, das Verständnis und die Vermittlung zwischen Griechen und Deutschen.

Ein Gedanke zu “Korfu und das neue „Umwelt“gesetz

  1. Hallo zusammen,

    sollte es eine Möglichkeit geben das Ganze in irgendeiner Form aus Deutschland zu unterstützen so bitte ich um Information. Selbstredend habe ich den Artikel auf meinen Social Media Kanälen verbreitet.

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