Worüber wird eigentlich abgestimmt?

stimmzettel-fuer-das-referendumAm Sonntag stimmt das griechische Volk ab – aber worüber eigentlich? Hier der vom Griechischen Innenministerium veröffentlichte Text, ins Deutsche übersetzt:

Muss der Entwurf einer Vereinbarung von Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds akzeptiert werden, welcher am 25.06.2015 eingereicht wurde und aus zwei Teilen besteht, die in einem einzigen Vorschlag zusammengefasst sind? (Das erste Dokument heißt auf Englisch “Reforms for the Completion of the Current Program and Beyond” und das zweite “Preliminary Debt Sustainability Analysis” – auf Deutsch: “Reformen, um das laufende (Rettungs-)Programm abzuschließen und darüber hinaus” und das zweite “vorläufige Schuldentragfähigkeitsanalyse”.)

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Maria ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mittlerweile lebt sie seit über 13 Jahren in Griechenland, spricht beide Sprachen und fühlt sich in beiden Kulturen zu Hause. Hauptberuflich betreibt sie die Personaldienstleistungsagentur Gefyra für griechische Ingenieure. Besonders am Herzen liegt ihr der Austausch, das Verständnis und die Vermittlung zwischen Griechen und Deutschen.

2 responses to “Worüber wird eigentlich abgestimmt?”

  1. Bernhard

    1) nach griech. und internationalem Recht ist eine Referendum mit einer Vorlaufzeit von knapp 8 Tagen nicht rechtens
    2) es ist vorgeschrieben, daß eine Referendumsfrage eindeutig und klar gestaltet sein muß, was hier einfach nicht stimmt
    3)m.W ist eine Einflußnahme auf das Abstimmungsverhalten durch Regierungsmitglieder ( mit Rücktrittsdrohungen) nicht statthaft

    es zeigt wiederum, alles was gegen Griechenland ins Feld geführt werden könnte grundsätzlich als κατά τιμή angesehen wird, siehe auch das über 50malige Verwenden des Ehrbegriffes in der Tsiprasrede im Parlament
    es wäre wirklich ehrenvoll, einzugestehen, daß die Politikvorstellungen der Syriza nicht nur den beginnenden Aufschwung zunichte machten und daß die sprunghaft und nicht nachvollziehbare Verhandlungsführung von Varoufakis und Tsipras sicher nicht zu einer positiven Stimmung gegenüber Griechenland und der Verläßlichkeit seiner momentanen Politiker beutrugen; wenn man weiß, daß Tsipars die Verhandlungen aprupt verließ, als man nachweislich nur noch 60 Millionen Euro auseinander lag !!!

  2. Rainer

    Ich habe im Mai einen wunderschönen Urlaub auf Korfu verbracht und habe die Herzlichkeit des griechischen Volkes einmal mehr kennen gelernt. Um so mehr gehen mir die aktuellen Bilder aus Griechenland nahe…
    Der Einschätzung von Bernhard stimme ich in allen Punkten zu. Ich hoffe für das griechische Volk und die gesamte Europäische Union, dass bald wieder kompetente Politiker am Verhandlungstisch sitzen und ein für alle Seiten zustimmbares neues Vertragswerk beschließen. Ich glaube, der Kostenfaktor “Volksabstimmung” sollte einfach gespart werden und hoffe, dass sich der griechische Bürger durch die emotional und parteiisch geprägten Ansprachen nicht von einer realistischen Einschätzung abbringen lässt. Wir möchten gern noch viele Urlaube in ihrem Land verbringen (und in € bezahlen). Alles Gute für Griechenland!

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