Buchtipp: Ein etwas anderer Reisebericht

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Endlich mal eine wahre Geschichte über das Leben auf Korfu! Aber nicht über die herllichen Traumstrände und die wunderbare Landschaft. Auch keine Lobgesänge auf die „ach so gastfreundlichen Korfioten“. In diesem etwas anderen Reisebericht mit dem zweideutigen Titel „Urlaub bis der Arzt kommt“ geht es um eine schattigere Seite der Ferieninsel.

Die wahre Geschichte dreht sich um die Fragen: Welche Chance hat ein der griechischen Sprache nicht mächtiges deutsches Ehepaar, sich in dem durchaus guten aber heillos chaotischen griechischen Gesundheitssystem zurechtzufinden? Wie schafft man es, in dem undurchdringbaren korfiotischen Behördendjungel die richtigen Stempel zu ergattern. Und wie gestaltet sich in Griechenland eigentlich das Verhältnis zwischen Halbgott in Weiß und normalem Mensch.

Authentisch aber mit viel Humor und einer Portion Selbstironie beschreibt der Autor Bernd Richard Knospe seine Odysee durch das griechische Gesundheitssystem.

Es sollte eigentlich ein entspannter Urlaub werden. Als das Ehepaar Bluhm sein Feriendomizil in Agios Georgios bezog, war noch überhaupt nicht abzusehen, welchen Verlauf diese Ferien nehmen würden. Die Tatsache, dass Christine nach einigen Tagen Symptome einer „Grippe“ entwickelte, wurde mit dem Gedanken an eine harmlose Infektion abgetan. Aber als sie nach ein paar Tagen immer noch nicht auf den Beinen war, und auch die Medikamente von der Dorfärztin nicht anschlugen, hieß es unweigerlich: Ab ins Krankenhaus!

Dass es dort ganz anders zugeht, als die beiden es von deutschen Krankenhäusern gewohnt sind, wird ihnen recht schnell klar. Eine Skurrilität folgt der nächsten und bis zum Happy End haben die zwei noch einige Lektionen in „griechischer Landeskunde“ zu lernen.

Ich habe das Buch in wenigen Tagen durchgelesen und dabei förmlich mit der kranken Frau des Erzählers „mitgefiebert“. Die einzelnen Stationen dieser Odyssee durch das korfiotische Gesundheitswesen werden so wunderbar authentisch aber gleichzeitig humorvoll präsentiert, dass mir die Lektüre größtes Vergnügen bereitst hat.

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